Tiefgaragensanierung im Überblick

Immobilien optimal erhalten

Hier geben wir Ihnen einen kurzen Überblick über die Ursachen von Schäden, den Ablauf und das richtige Vorgehen bei einer Tiefgaragensanierung

 

In Zeiten sich verdichtender Städte und wachsenden Individualverkehrs ist Parkraum zu einer absoluten Notwendigkeit geworden. Mit der zunehmenden Verwendung von Stahlbeton für Neubauten traten Tiefgaragen und Parkhäuser ihren Siegeszug ab Ende der 1970er-Jahre an, sie sind heute aus unserem urbanisierten Leben nicht mehr wegzudenken.

Allerdings waren Entwicklung und Schadensmechanismen von Stahlbeton in den 80er- und 90er-Jahren noch nicht ausreichend bekannt. Erst im Laufe der Zeit wurde man sich bewusst, dass auch Beton, der „Baustoff für die Ewigkeit“, einem Verschleiß unterliegt und die richtige Behandlung der Bausubstanz daher für ihre Lebensdauer von entscheidender Bedeutung ist. Dies ist vor allem hinsichtlich der Tatsache wichtig, dass sich viele Tiefgaragen direkt unter mehrstöckigen Gebäuden befinden und ihr Zustand damit meist Auswirkungen auf die Standsicherheit des gesamten Gebäudes hat.

Durch die Einführung der Instandsetzungsrichtlinie im Jahr 2001 wurden neue Maßstäbe für den Schutz und die Instandsetzung von Betonbauteilen gesetzt. Heute sind wir in der Lage, durch intelligente Sanierung, den Einsatz von modernen Oberflächenschutzsystemen und ein vorausschauendes Monitoring den Lebenszyklus eines Betonbauwerks erheblich zu verlängern.

Damit auch Sie Ihre Immobilie optimal erhalten können, geben wir Ihnen hier einen kurzen Überblick über die Ursachen von Schäden, den Ablauf und das richtige Vorgehen bei einer Tiefgaragensanierung.

 

Stahlbeton

Tragende Bauteile von Tiefgaragen bestehen in der Regel komplett aus Stahlbeton. Stahlbeton ist ein Verbundbaustoff mit klarer Aufgabenteilung: Beton übernimmt den Druck, Stahl den Zug. Bei fachgerechter Errichtung sowie regelmäßiger Pflege und Wartung kann eine Lebensdauer dieses Baustoffs von 50 Jahren erreicht werden. Oft sind die Bedingungen jedoch nicht optimal. Dann können Karbonatisierung des Betons und Korrosion des Stahls zu Schäden führen, die statisch relevant werden und damit die Standfestigkeit des Gebäudes gefährden können.


Karbonatisierung des Betons

Wenn das in der Luft enthaltene Kohlendioxid in den Beton eindringt, fällt der pH-Wert eklatant ab. Tritt zudem Feuchtigkeit in die Konstruktion ein, kommt es zur Korrosion (Verrosten) des Bewehrungsstahls. Da Rost ein größeres Volumen aufweist als Stahl, wird der umliegende Beton regelrecht abgesprengt. Die Bewehrung wird dadurch freigelegt und rostet weiter.


Chloridkorrosion

Chloride (Salze) gelangen im Winter über taumittelhaltigen Schnee in den Radkästen unserer Autos in die Tiefgaragen und Parkhäuser. Trifft das chloridhaltige Schmelzwasser auf ungeschützte Stahlbetonflächen, dann dringen diese Chloride in das Porensystem des Betons ein und verursachen dort die sogenannte „Lochfraßkorrosion“.

Diese Korrosion schreitet sehr schnell voran und hat eine örtliche Reduzierung des Bewehrungsquerschnitts zur Folge.  Dies hat unmittelbaren Einfluss auf die Standsicherheit des Gebäudes.

Liegt eines oder mehrere Merkmale in Ihrer Tiefgarage vor, ist zu empfehlen, schnellstmöglich stichprobenartige Untersuchungen durchzuführen.

Referenzen

Projekte aus der Parkhaussanierung, Fassadensanierung und Betonsinstandsetzung: