Mehr als 40 Jahre Nutzungsdauer haben über die Jahre ihre Spuren hinterlassen. Da keine Beschichtung vorhanden ist, sind stellenweise hohe Chlorideinträge die Folge. Auch bestehende Abdichtungen im Innenhof sind in die Jahre gekommen und durchlässig geworden. Eine Sanierung steht somit dringend ins Haus bzw. in die Tiefgarage. Die Sanierung ist aufgrund der Garagengröße und Anordnung in mehrere Abschnitte auf die nächsten Jahre verteilt geplant. Die Bauabschnitte 1 und 2 wurden durch die Hydro-Tech GmbH im Herbst 2016 bzw. Spätsommer 2017 ausgeführt.

Projektbeschreibung

Die Wohnanlage aus dem Jahr 1974 liegt im Augsburger Stadtteil Pfersee. Sie beherbergt ca. 400 Wohnungen und die dazugehörige Tiefgarage mit ungefähr 300 Stellplätzen. Die in Stahlbetonbauweise errichtete Tiefgarage verläuft zwischen den Wohngebäuden und ist somit noch überbaut.

Geplante Maßnahmen

Die Betoninstandsetzungsmaßnahmen erstrecken sich von den Stützenfüßen über die Wandsockel bis hin zu einer Erneuerung der Auflagerkonsole und einer kleinflächigen Schadstellensanierung. Hierfür muss im Bereich der Stützen bis zur Fundamentoberkante vorgedrungen werden. Zudem sind Dehnfugen zu erneuern und die Anschlüsse der oberirdischen Park- bzw. Hof- und Terrassenflächen an das Gebäude abzudichten.

Die Beschichtung beschränkt sich auf die Sockelbereiche sowie kleinflächige Areale um die Stützen und Wandsockel. Eine vollflächige Bodenbearbeitung ist aufgrund der nichttragenden Bodenplatte nicht vorgesehen. Wand- und Stützenflächen oberhalb der Sockel werden mit einer OS 2-Beschichtung versehen. Abschließend werden Türen, Markierungen und Nummerierungen erneuert.

Herausforderung „Konsolenerneuerung“

Der Zustand der bestehenden Konsole war stellenweise mehr als marode. Es war also nicht mehr möglich, den Bestand auch nur teilweise zu erhalten. Daher musste das alte Bauteil mit Hochdruckwasserstrahlen komplett abgetragen werden. Hierzu war die Schwerlastabfangung der Decke erforderlich.

Laut Planung war eine Vergrößerung des Querschnittes vom 15/15 cm auf 25/25 cm vorgesehen. Die bestehende Bewehrung musste also auf die gesamte Länge von ca. 200 lfdm (BA 1+2) komplett neu eingebohrt werden. Es waren 5.000 Löcher zu bohren, zu reinigen und zu verkleben. Es folgte der Spritzbeton.

Nach dem Einsatz von knapp 60 Tonnen Material waren die Arbeiten abgeschlossen. Insbesondere die Lage an der Deckenoberseite und der darunterliegenden Schalung verlangte unserem Düsenführer dabei größtmögliches Können und Präzision ab. Das Aufbringen einer Spachtelung und Beschichtung im Anschluss war im Vergleich dazu der deutlich angenehmere Arbeitsteil.

Wie oben beschrieben wurde viel gestrahlt, gebohrt, gestaubt und gespritzt. Diese Arbeiten können natürlich nicht ohne Beeinträchtigung der Anwohner ausgeführt werden. Auch die Terrassenbereiche mussten stellenweise geräumt werden, um die Anschlussbereiche von oben bearbeiten zu können. Da solche Arbeiten auch witterungsabhängig sind, waren bei den Anwohnern hier gute Nerven gefragt. Wir haben unser Bestes gegeben, um den Ablauf der Arbeiten möglichst reibungslos zu gestalten. Dank der großen Toleranz der Betroffenen konnten wir ohne Einschränkungen bzw. Behinderungen vorankommen. Vielen Dank auf diesem Wege an alle Anwohner, deren Geduld wir strapazieren mussten!

Vorerst herrscht Ruhe

Die Arbeiten der ersten beiden Bauabschnitte sind fast abgeschlossen. Die Anwohner können sich also erst einmal entspannen und müssen keine Belästigungen durch tagelangen Bohrlärm mehr ertragen. Nachdem die Garage jedoch erst zum Teil fertiggestellt wurde, stehen noch weitere Abschnitte zur Bearbeitung aus.

 

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